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Betonhallen

Wird eine massive Halle benötigt, denken die meisten zunächst an eine Betonhalle. Kein Wunder: Beton ist ein massiver Werkstoff, der zudem über einige sehr interessante Materialeigenschaften verfügt.

Er kann beispielsweise für Garagen, Werkstätten und Labore eingesetzt werden, da Beton nicht durch Benzin oder Säuren angegriffen werden kann. Auch beim Thema Brandschutz punkten Betonhallen: Vor allem Massivhallen aus Beton gehören einer hohen Brandschutzklasse an. Schließlich zählt Beton zu den Materialien, die praktisch nicht entflammbar sind.

Aus diesem Grund nutzt man Betonwände übrigens auch in Gebäuden aus anderen Werkstoffen. So kann ein besserer Brandschutz gewährleistet werden, wenn Betonmauern zum Einsatz kommen. Aber nicht nur das: Beton ist ein schlechter Wärmeleiter, leitet Brände nicht weiter und setzt auch keinen Rauch oder Gase frei. Aus diesem Grund sind Hallen aus Beton insbesondere in der Industrie von Vorteil – vor allem dort, wo hohe Brandgefahr herrscht. Auch Kühlhallen sind häufig Betonhallen.

Vielfältiger als gedacht

Viele denken bei Betonhallen an massive, unschöne, graue Klötze, die die Umgebung verschandeln. Moderne Betonhallen sind jedoch deutlich vielfältiger: Sie bestehen vollständig oder zumindest im Grundgerüst aus Beton. Wichtig dabei ist in jedem Fall das Fundament: Es muss stabil und tief genug sein, um die nachfolgende Konstruktion tragen zu können. Ohne Fundament ist keine Betonhalle zu errichten.

Auf dem Fundament aufbauend wird das tragende Gerüst aus Beton oder Beton und Stahl errichtet. Danach kann der Bauherr selbst entscheiden, wie weiter vorgegangen werden soll. Soll die Halle eine Zweck dienen, für den bestimmte Sicherheitsbestimmungen einzuhalten sind, kommen häufig Betonplatten zum Einsatz, aus denen Boden und Wände gebaut werden.

Häufig bestehen die Wände aber auch aus Industriepaneelen: Sie erlauben eine leichtere und häufig auch kostengünstigere Bauweise. Darüber hinaus bieten sie mehr Gestaltungsfreiraum als  glatte, nackte Betonplatten.

Bleibt nur noch die Frage: Welches Dach soll die Betonhalle eigentlich erhalten? Längst nicht mehr muss eine Betonhalle ein gerades, flaches Dach aufweisen. Weit verbreitet sind auch Pult- und Satteldächer. Je nach Witterungsbedingungen und Verwendungszweck sollte man sich für die eine oder die andere Lösung entscheiden.

Betonhallen in Fertigbauweise?

Wie in vielen Baubereichen ist es auch bei Betonhallen möglich, in Fertigbauweise zu bauen. Die Betonteile werden dabei beim Hersteller gegossen, härten dort aus, werden zur Baustelle gebracht und dann dort verbaut. Hier besteht beim Transport die Gefahr, dass ein Betonteil zu Bruch geht, was die Baukosten erhöhen würde.

Generell kann die Fertigbauweise Zeit und Kosten sparen helfen. Zudem sind die fertigen Bauteile bereits von Prüfern begutachtet und zertifiziert worden, was Prüfkosten sparen hilft. In punkto Betonhallen im Industriebereich ist die Fertigbauweise also durchaus empfehlenswert und sinnvoll. Natürlich kommt man damit aber nicht generell an Überprüfungen durch Brandschutz, Bauaufsicht & Co. vorbei.