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Flugzeughallen

Bereits, seit etwa 1800 ist, in der Militärsprache der französische Begriff "hangar" für Schutzdach oder Schuppen bekannt. Zunächst diente diese Form der Halle jedoch im militärischen Bereich nur als "Schutzraum für Soldaten und Waffen" sowie in der Landwirtschaft als "Schuppen für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte". Erst mit der Bruchlandung Louis Blériots 1909 in Frankreich erlangte die Halle als Flugzeughangar ihre Bedeutung. Blériot nutzte einen stählernen Kuhstall eines Bauern, um dort sein Flugzeug unterzustellen. Ihm gefiel die Konstruktion besonders gut, sodass er den Hersteller der Halle kontaktierte und gleich drei "Angars" in Lamotte-Beuvron fertigen ließ.

Hangar

Edel - Hangarkonstruktion mit Leimholzbindern

Material
Grundsätzlich können große Hallen für diverse Einsatzzwecke aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Für einen Flugzeughangar wird jedoch zumeist Stahl verwendet. Mit einer Stahlhalle lassen sich Flexibilität und Sicherheit für das untergestellte Flugzeug mit einer stabilen Bauweise kombinieren. Hinzu kommt die überaus einfache und schnelle Aufbauweise, da oftmals kein Fundament benötigt wird. In der Regel genügt für einen Stahlhangar ein fester und ebener Untergrund. Diese flexible Bauweise ermöglicht es natürlich auch, die Halle rasch ab- und wieder aufzubauen, falls Sie aus Platzgründen verschoben werden muss.

Grundsätzlich besteht die stählerne Flugzeughalle jedoch keinesfalls komplett aus Stahl. Einzig die tragenden Elemente, etwa die Dachträger, werden aus Stahl gefertigt. Dadurch kann eine hohe Stabilität des Bauwerks und gleichzeitig eine maximale Flexibilität erreicht werden. Außen- und Zwischenwände bestehen zumeist aus sogenannten Industriepaneelen, die je nach Bedarf bestimmten Brandschutzanforderungen genügen können.

Form und Bauweise
Die bekannteste Form einer Flugzeughalle ist in der Regel ein Rundhangar oder eine Halle mit Rundparkdeck. Darüber hinaus werden oftmals T-Hangars verwendet, die aus aneinandergereihten Einzelboxen in T-Form bestehen. Besonders für die Wartung und Reparatur diverser Flugzeuge kann zusätzlich eine große kreisförmige und drehbare Scheibe oder Kreisbahn am Boden der Halle montiert werden, sodass dort mehrere Flugzeuge abgestellt und leichter bewegt werden können. Für kleinere Flugzeuge können darüber hinaus in speziellen Segelflughallen Lifteinrichtungen zum Hochziehen des Segelflugzeuges angebracht werden. Dadurch lässt sich die Grundfläche der Halle verdoppeln und mehrere Flugzeuge finden ausreichend Platz.

Im militärischen Bereich wird hingegen zumeist ein "Hardened Aircraft Shelter" als schützende Unterkunft für Flugzeuge verwendet. Diese spezielle Hangarform besteht in der Regel aus einer Betonröhre, die zumeist mit Erde bedeckt und bepflanzt wird. Ziel ist eine größtmögliche Tarnung zum Schutz der untergestellten Fluggeräte zu erreichen.

Flexible Stahlhalle für das eigene Segelflugzeug

Flugzeughallen

Lichtdurchflutet - dank Falttor mit Klarsichtelementen

Spielen Sie mit dem Gedanken für Ihr Flugzeug eine Segelflughalle errichten zu lassen, stellt sich immer die Frage, ob Sie eine neue oder eine gebrauchte Halle erwerben möchten. Entscheiden Sie sich für eine flexible Stahlhalle, können Sie zumeist ebenso gut ein gebrauchtes Modell verwenden, da selbst bei mehrmaligem Auf- und Abbau in der Regel keine Beschädigungen zu erwarten sind. Hier sollten Sie allerdings immer auf geschultes Personal für den Auf- bzw. Abbau Ihrer Stahlhalle zurückgreifen, damit eine fachgerechte Montage gewährleistet werden kann.

Eine weitere Möglichkeit, einen Stahlhangar lediglich für einen begrenzten Zeitraum zu nutzen, besteht im Leasing einer Halle. Der Vorteil: Sie bleiben jederzeit flexibel, müssen die finanzielle Aufwendung für einen Hallenkauf nicht tragen und sich auch keinesfalls, um den Auf- oder Abbau kümmern. Dies übernimmt in aller Regel der Hallenbesitzer, sodass Sie direkt, ohne viel Aufwand den Stahlhangar nutzen können.

Alternative zu Stahl: Beton?
Ist für den Bau Ihrer Halle Flexibilität nebensächlich und möchten Sie vielmehr einen massiven und überaus robusten Werkstoff verwenden, kommt in erster Linie Beton infrage. Besonders für den Fall, dass Ihre Halle hohen Brandschutzanforderungen genügen soll, bietet sich Beton an. Das Material ist kaum entflammbar und kann ebenso wenig durch Benzin oder Säure zerstört werden.

Je nach Anforderung und Verwendungszweck wird die Betonhalle komplett aus Beton gefertigt oder aus einer Kombination mit Stahl und Seitenwänden aus Industriepaneelen. Letztere erlauben eine "leichtere" Optik und lassen der Gestaltung genügend Freiraum. Für die nötige Stabilität sorgen das Fundament der Halle und ein Grundgerüst aus Beton bzw. aus Beton und Stahl. Das Dach einer Betonhalle kann je nach Geschmack und Witterungsbedingungen, dem eines Stahlhangars ähneln und als Pult- und Satteldach montiert werden.

Fertigbauweise für Betonhallen

Flugzeug Hangar

Kostengünstige Torvariante - das Schiebetor

Die kostengünstigste und schnellste Methode, einen Betonhangar zu errichten, erfolgt durch vorgefertigte Betonteile. Die Fertigbauweise wird zumeist für gewerbliche Hallen verwendet, findet jedoch hin und wieder auch im Privatbereich Anwendung. Sämtliche Bauteile für die Betonhalle werden im Vorfeld gegossen und als komplettes Element zur Baustelle transportiert. Das Risiko einer Beschädigung auf dem Transportweg wiegt die Kosten- und Zeitersparnis zumeist nicht auf, sodass die Fertigbauweise gerade im Industriebereich vorwiegend verwendet wird.

Eine massive Betonhalle ist immer dann eine optimale Alternative zu einem Stahlhangar, wenn auf eine flexible Bauweise verzichtet werden kann. Maximale Stabilität und das Erreichen einer hohen Brandschutzklasse machen einen Betonhangar zu einem massiven Bauwerk, das Flugzeuge, Hubschrauber oder landwirtschaftliche Maschinen geschützt und sicher beherbergen kann.