Traglufthallen
Im Fall der Traglufthalle handelt es sich um eine Hülle, die in aufgeblasenem Zustand ein wenig an ein großes Iglu erinnert. Eine Variante der Traglufthalle ist das Tragluftdach: Es bildet das Dach eines sonst konventionell errichteten Gebäudes.
Traglufthallen, auch Pneus genannt, sind extrem flexibel und meist auch sehr kostengünstig aufzubauen. Sie können ohne jegliche Stütze errichtet werden. Da sie häufig auch lichtdurchlässig sind, spart man mit einer solchen Halle einen großen Teil der sonst anfallenden Kosten für die Beleuchtung ein.
Aufbau einer Traglufthalle
Traglufthallen bestehen generell aus immer denselben Komponenten. Über einer festen Bodenplatte, die meist aus Beton besteht, wird mithilfe eines Gebläses eine luftdichte Hülle aufgeblasen. Ganz ähnlich wie bei einem Luftballon. Damit die Luft nicht entweicht, muss in der so entstandenen Halle stets ein kleiner Überdruck herrschen.
Aus diesem Grund sind Traglufthallen im Vorraum auch immer mit einer Schleuse versehen und können nur durch diese betreten werden.
Einsatzgebiete von Traglufthallen
Einst als Provisorien konzipiert wachsen die Einsatzmöglichkeiten für Traglufthallen stetig. Schon längst sind Traglufthallen nicht mehr nur provisorische Lagerplätze. Auch Sportstätten und Eventveranstalter haben das Potenzial und die Einsparmöglichkeiten in Zusammenhang mit den Hallen erkannt.
So werden Traglufthallen mittlerweile als Reit- und Tennishallen genutzt, was deutlich günstiger ist, als eine feste Halle zu bauen. Auch als saisonale Eishallen oder Stadien finden sie Verwendung. Weltweit übrigens: Eine der größten Traglufthallen der Welt, der Tokyo Dome, befindet sich in der japanischen Hauptstadt. Und ist Veranstaltungsort für Baseballspiele und Konzerte mit Platz für immerhin 55.000 Besucher.
Auch zur Freude von Schwimmern finden Traglufthallen immer weiter Verbreitung. Mussten Freibäder in der Wintersaison bisher schließen ist es mithilfe der Hallen möglich, den Betrieb auch im Winter aufrecht zu erhalten. Im Sommer kann die Halle schnell abgebaut und aufgrund ihrer geringen Abmaße auch problemlos gelagert werden.
